Heimisches Naturheilmittel

Inhaltsverzeichnis
Der Kamille und der Calendula, sowie anderen Heilpflanzen wollen wir in diesem Beitrag besondere Beachtung schenken. Als Naturheilmittel und beste alltägliche Heilmittel können wir sie bei vielerlei gesundheitlichen Beschwerden anwenden., aber auch in unserer Küchenapotheke finden sie reichlich Verwendung.
Die Kamille Naturheilmittel aus unserer Heimat
Unsere heimische Kamille wächst in natürlicher Form auf Äckern, Wiesen, in Getreidefeldern, auf Halden, sogar in lehmigen Böden und am Wegesrand. Jedoch durch die starke Kunstdüngung und chemische Unkrautbekämpfung wird sie leider immer mehr aus unseren Regionen verdrängt.
Kamille und Calendula Heilpflanzen aus der Heimat


Die Kamille ist bereits seit alter Zeit ein bewährtes Naturheilmittel. Bei Beschwerden im Magen -und Darmbereich trägt oft ein warmer Kamillentee zur milden Heilung sowie zur Schmerzlinderung bei.
Wie wird das alt bewährte Naturheilmittel eingesetzt ?
Zum Beispiel mit einer Rollkur
Jeden Morgen nüchtern eine Tasse warmen, naturreinen Kamillentee trinken. Zur Rollkur überleiten, wenn man sich anschließend noch 20 Minuten ins Bett legt und jeweils 5 Minuten lang in Rückenlage, Seitenlage, Bauchlage und Seitenlage verweilt. Also regelrecht mit dem Körper rund rollt. Bei einer Gastritis ist dies eine sehr gute, heilende Anwendung. Außerdem hat die echte Kamille desinfizierende und entzündungshemmende Wirkungen und gilt als „Allheilmittel“.
Die natürliche Kamille und ihre Wirksamkeit
Die Kamille gehört zu unseren heimischen Pflanzen. Da sie sehr wertvoll und heilsam ist, steht sie hinsichtlich der jährlich verbrauchten Mengen an der Spitze aller heimischen Arzneipflanzen. Der aromatische Kamillengeruch der Blüte verrät ihre Echtheit. Die kleinen Einzelblüten bei der echten Kamille stehen auf einem kegelförmig, erhabenen Blütenboden. Dabei sind die Randblüten bei der voll aufgeblüten Pflanze nach unten geschlagen.
Drei Heilwirkungen kommen der biologischen Kamille zu: entzündungshemmend, krampflösend und wundheilungsfördernd wobei die entzündungshemmende Eigenschaft wohl die wichtigste Heilkraft sein dürfte.
Das Naturheilmittel Kamille in der Verwendung von Tee.
Wie zuvor beschrieben ist Kamillentee als natürliche Arznei bei Magen-und Darmbeschwerden, aber auch bei Blasen – und Nierenerkrankungen ein helfendes Hausmittel. Kamillentee am Abend getrunken wirkt beruhigend und erleichtert das Einschlafen, wirkt also auch auf Psyche.
Der unbehandelte Kamillentee als Sofortmittel wirkt bei Magen – und Darmbeschwerden auch krampfstillend und blähungswidrig, sowie beruhigend. Kamillentee kann ebenso äußerlich als feuchter Verband bei schlecht heilenden Wunden gebraucht werden. Er ist bestens geeignet für Mund -und Halsspülungen bei Entzündungen der Mundschleimhaut und bei Halsentzündungen.
Die naturbelassene Kamille findet auch vielfache Verwendung in konzentrierten Tinkturen, in Salben in Ölen und Kosmetikartikeln. Für die Haarpflege kann man ebenso Kamillenextrakte gut verwenden, insbesondere für blondes Haar. Es wird duftig und erhält einen schönen Glanz.
Als Heilmittel für Hauterkrankungen findet sich die Kamille in verschiedenen Salbenherstellungen, denn sie dient zur Beruhigung der Haut und Schleimhäute. Wird aber auch bei Entzündungen, Abszessen, Furunkeln und Haemorrhoiden verwendet.
Öl aus echter Kamille gewonnen hilft bei zahlreichen Hauterkrankungen, lässt sich aber auch bei vielen anderen Beschwerden anwenden. Zum Beispiel für Dampfbäder bei Erkältungen oder Gesichtsdampfbäder bei Akne.

Auch in der Babypflege wird das Naturheilmittel Kamille in etlichen Produkten angeboten. Bei Krämpfen und Leibschmerzen wirkt ein Kamillentee bei Kleinkindern oft Wunder !
Manche Menschen reagieren allerdings allergisch auf die Kamille, welche zu der Familie der Korbblütler gehört und sollten sie deshalb nicht verwenden.
Calendula als Ringelblume bekannt, ist eine Heilpflanze ersten Ranges
Bereits Pfarrer Kneipp wusste die Heilkraft der Calendula zu schätzen und behandelte mit einer, aus ihren Blüten hergestellten Salbe, hartnäckige Geschwüre und schlecht heilende Wunden. In unseren Gärten leuchten alljährlich ihre schönen, orangefarbenen Blütenköpfe, an denen wir uns erfreuen. Aber wir kennen auch ihre Heilwirkung und schätzen sie als bewährtes Hausmittel. Mit ihr als Naturmittel befürworten wir somit ihre Nachhaltigkeit und ihre Achtsamkeit.
Die Ringelblume aus unseren heimischen Gärten
Die Ringelblume mit dem botanischen Namen Calendula officinalis wird gerne in Gärten auf dem Lande angepflanzt, man findet sie aber auch wildwachsend auf Feldern oder Schutthalden. Ihre Blütenköpfe leuchten gelb bis orange-gelb und ihre Stängel und Blätter sind saftig und greifen sich klebrig an. Sind am Morgen nach sieben Uhr die Blütenköpfe geschlossen, kommt am gleichen Tag noch Regen. Sie galt deshalb in früheren Zeiten als Regenanzeiger, weshalb man ihr auch im Volksmund den Namen Regenblume gab.
Calendula und ihre Heilwirkung
In der Heilkunde wird die Pflanze mit Blüten, Stängeln und Blättern gesammelt und verwendet. Man sollte sie jedoch bei strahlendem Sonnenschein pflücken, weil da ihre Heilkräfte die größte Wirkung haben. Bis in den Spätherbst hinein kann man sie frisch aus dem Garten holen, solange sie nicht vom Mehltau befallen sind. In den Blüten sind viele Wirkstoffe enthalten. In der Hauptsache sind es gelbe Farbstoffe, die dem Carotin nahestehen. Wie auch in den Karotten und ähnlichen Pflanzen ist dieser Wirkstoff enthalten und wirkt zudem anregend auf die Tätigkeit der Zellen. Ätherische Öle, Bitterstoffe und Saponine ergänzen die Wirksamkeit.
Hildegard von Bingen beschreibt die Ringelblume in kurzer Form zur Vorbeugung und Anwendung bei Vergiftungen, für Wunden, bei Entzündungen und Magenschmerzen.
Die Ringelblume, Calendula ist ein Wunderheiler, denn sie stärkt mit ihren Wirkstoffen nicht nur das Immunsystem, sondern hat auch viruzide und fungizide Wirkungen, das bedeutend: sie ist Viren – und Pilz abtötend.
Die Ringelblume findet somit Verwendung als beste Helferin in unterschiedlichen Anwendungsarten; als Teeaufguss, für Sitzbäder, für Waschungen, in einer Tinktur oder bestens bewährt in der Salbenform.
Die Blüten der Ringelblumen
Ringelblumentee hat eine blutreinigende Wirkung, ist zirkulationsanregend und fördert die Heilung von Wunden. Auch bei Magen, Leber- und Darmerkrankungen wirkt er entzündungshemmend. Bei Entzündungen im Mund-und Rachenraum bieten sich Mundspülungen bestens an und bei einer Bindehautentzündung der Augen sind getränkte Kompressen helfend.
Ringelblumentee mit frischen Blüten:
Etwa 2 g Blüten fein zerkleinern, überbrühen mit 250 ml kochendem Wasser, 10 Minuten ziehen lassen und abseihen.
Ringelblumentee mit getrockneten Blüten:
2 Teelöffel getrocknete Blüten pro Tasse mit heißem Wasser übergießen und 5-10 Minuten ziehen lassen.
Die wundheilungsfördernde Wirkung der Ringelblumensalbe, welche auch Calendula-Salbe genannt wird, ist meistens sehr rasch bemerkbar. Der gelbe Farbstoff gibt der Salbe auch die typische Färbung. Diese reizlose Heilsalbe kommt oft zum Einsatz bei schlecht heilenden Wunden und hartnäckigen Geschwüren, bei Fußpilzbefall, Venenentzündungen, Krampfadern, bei Hautproblemen und Sonnenbrand sowie auch bei Hämorrhoiden.

Wir möchten aber darauf hinweisen, dass es sich empfiehlt bei Beschwerden zunächst immer den ärztlichen Rat einzuholen.
Bist du Allergiker gegenüber Korbblütlern so ist Vorsicht gegeben.
Heilpflanzen im kleinen Arzneigarten zu Hause
Seit alter Zeit ist es üblich in den Klostergärten Heilpflanzen anzubauen. Auch wir haben einen eigenen Arzneigarten zu Hause und dazu ein Hochbeet auserkoren. Aber auch Kübel und Töpfe auf dem Balkon eignen sich ideal für den Anbau von Arzneipflanzen. Neben Kamille, Calendula finden sich auch andere Heilpflanzen in unserem kleinen Arzneigarten.

Zitronenmelisse (Melissa officinalis)
Als Heilpflanze wirkt sie entkrampfend, antibakteriell und beruhigend.
Sie wächst sehr üppig. Am besten kurz vor Blühbeginn ernten, da die Pflanze dann die meisten Aromastoffe enthält.
Pflege: Sie mag sonnig bis halbschattig und mäßig gießen; die Erde sandig bis lehmig. Zitronenmelisse ist winterhart.
Frauenmantel
(Alchemilla vulgaris)
Eine Heilpflanze, welche bei Magenerkrankungen, Verdauungsstörungen, Blähungen und Ekzemen hilft.
Er ist anspruchslos in der Pflege, sollte aber nicht austrocknen. Der Rückschnitt sollte direkt nach der Blüte erfolgen um starkes Wuchern zu verhindern. Die Pflanzen säen sich selbst aus und vermehren sich rasch.
Pflege: Der Frauenmantel mag sonnig bis halbschattig und feucht, die Erde sandig bis lehmig. Er ist winterhart.

Pfefferminze
(Mentha X piperita)
Als Heilpflanze wirkt sie bei Verdauungsbeschwerden, Gallenbeschwerden und bei Reizdarm. Bei Spannungskopfschmerzen beruhigend sowie wirksam bei Schnupfen und Erkältungen.
Die Pfefferminze breitet sich im Beet durch lange Wurzeln stark aus und überwuchert leicht andere Pflanzen. Tipp: In einem großen Kübel ohne Boden in die Erde pflanzen. Die Kübelwände dienen als Wurzelsperre.
Pflege: Sie liebt die Sonne, ist mäßig zu gießen, mag sandige Erde und ist winterhart.


Salbei (Salvia officinalis)
Die Heilpflanze hilft im Klimakterium, sowie bei Zahnfleisch-und Halsentzündungen.
Der Echte Salbei stammt vom Mittelmeer, wo er auf kalkhaltigem Boden wächst. Ein Rückschnitt nach den letzten Frühjahrsfrösten kann das Verholzen verlangsamen.
Pflege: Salbei mag es sonnig, wenig gießen, die Erde steinig und lehmig. Er ist nur bedingt winterhart.
Rosmarin
(Rosmarinus officinalis)
Heilpflanze wird verwendet bei Bluthochdruck, bei Erschöpfungszuständen und wirkt nervenberuhigend.
Das immergrüne Gewächs verträgt Hitze und Trockenheit gut. Ende März werden die Triebe vom Vorjahr zurückgeschnitten. Im Winter empfiehlt es sich die Pflanze abzudecken.
Pflege: Liebt es sonnig, wenig gießen, Erde steinig bis lehmig. Rosmarin ist winterhart.


Oregano
(Origanum vulgare)
Eine Heilpflanze, die schweißtreibend und harntreibend wirkt und kann den Husten und die Heiserkeit lindern.
Diese Pflanze ist anspruchslos und wächst schnell aber im Frühjahr sind die Triebe vom Vorjahr zurückzuschneiden, damit sie nicht verholzt. Im Topf sollte man zur Erde noch Sand oder Blähton hinzufügen.
Pflege: Sonnig bis halbschattig, wenig gießen, die Erde sandig bis lehmig. Oregano ist winterhart.
Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus)
Die Heilpflanze wird in derArzneiherstellung verwendet, zumal sie antibakteriell wirkt.
Die aus Mittel-und Südamerika stammende Pflanze wächst üppig und ihre Blüten schmecken auch im Salat. Ihr würziger Geruch soll Schädlinge fernhalten.
Pflege: Sie mag sonnig bis halbschattig und ist gut feucht zu halten. Die Erde mag sie sandig bis lehmig und die Kapuzinerkresse ist zudem frostempfindlich.


Thymian
(Thymus vulgaris)
Als Heilpflanze wirkt sie bei Atemwegs-Erkrankungen, Erkältungen und bei Grippalen Infekten.
Sie liebt eher nährstoffarmen und kalkhaltigen Boden, derweil die Pflanze problemlos auch längere Trockenperioden übersteht. Nach der Blüte sind die Triebspitzen zu kappen.
Pflege: Mag es sonnig, ist wenig zu gießen, die Erde soll kiesig bis lehmig sein. Thymian ist winterhart.
Mit Kamille, Calendula und Heilpflanzen haben wir eine kleine Auswahl an natürlichen Pflanzen, die unserer Gesundheit dienen, vorgestellt. Vielleicht haben wir hiermit dein Interesse geweckt, dass du dir auch einen eigenen, kleinen Arzneigarten anlegen möchtest. Probiere es doch einfach aus.
Wir wünschen dir jedenfalls viel Freude an deinen Heilpflanzen im eigenen Arzneigarten.
CeKaTa
Mit Lavendel grüßen wir dich und schenken dir einen schönen Beitrag.
Geeigneter Geschenk-Tipp!
Als Geschenkidee empfehlen wir:
Einen Pflanzenkorb; hübsch hergerichtet mit den Heilpflanzen Rosmarin, Lavendel und Salbei.