Tipps für Näh und Handarbeiten
Einfache Tipps erleichtern die Arbeit

Inhaltsverzeichnis
Handarbeiten begleiten viele Menschen schon seit Generationen. Ob kleine Reparaturen an der Kleidung, das Annähen eines Knopfes oder das Kürzen eines Saumes – mit Nadel, Faden und etwas Geduld lassen sich viele Dinge selbst erledigen. Dabei geht es nicht nur darum, Kleidung zu reparieren, sondern auch darum, Dinge länger zu nutzen und mit den eigenen Händen etwas zu schaffen.
In unserem kleinen Beitrag teilen wir einige einfache Tipps für Näh- und Handarbeiten, die im Alltag immer wieder nützlich sein können. Mal ist am Kleidungsstück eine Naht aufgegangen, ein Knopf ist abgefallen, ein Gummiband hat seine Spannung verloren oder der Faden will einfach nicht durchs Nadelöhr. Solche kleinen Probleme kennt wohl jeder.
Oft sind es gerade die einfachen Tricks aus der Nähstube unserer Großmütter, die heute noch genauso gut funktionieren wie früher. Mit ein paar kleinen Kniffen lassen sich viele Arbeiten erleichtern, und manchmal spart man damit sogar Zeit und Mühe.
Handarbeiten haben außerdem etwas Beruhigendes. Wer näht oder flickt, arbeitet mit den Händen und konzentriert sich auf eine kleine Aufgabe. Gleichzeitig entsteht etwas Nützliches, und ein Kleidungsstück kann wieder viele weitere Male getragen werden.
Im Folgenden haben wir einige kleine Tipps zusammengestellt, die dir bei Näh- und Handarbeiten helfen können.
Praktische Tipps für den Alltag
20 Super-Tipps:
Tipp 1 – Faden leichter einfädeln
Wenn sich der Faden schwer durch das Nadelöhr schieben lässt, kann es helfen, das Fadenende leicht anzufeuchten oder zwischen den Fingern zu glätten. So wird der Faden etwas fester und lässt sich leichter einfädeln.
Tipp 2 – Der Faden verknotet sich ständig
Wenn sich der Nähfaden immer wieder verdreht oder verknotet, kann es helfen, ihn einmal komplett hängen zu lassen. Der Faden dreht sich von selbst wieder gerade.
Tipp 3 – Knopf sicher annähen
Beim Annähen eines Knopfes kann ein Streichholz oder Zahnstocher zwischen Stoff und Knopf gelegt werden. Nach dem Annähen wird er entfernt – so entsteht ein kleiner Abstand und der Knopf lässt sich später leichter schließen.
Tipp 4 – Reißverschluss klemmt
Ein klemmender Reißverschluss lässt sich oft mit einem Stück Kerzenwachs oder etwas Seife wieder leichtgängig machen. Einfach vorsichtig darüber reiben.
Tipp 5 – Stecknadeln griffbereit halten
Eine kleine Dose oder ein Nadelkissen hilft dabei, Stecknadeln ordentlich aufzubewahren. So sind sie immer schnell zur Hand und gehen nicht verloren.
Tipp 6 – Stoff vor dem Nähen vorbereiten
Es ist hilfreich, Stoff vor dem Nähen einmal zu bügeln. Dadurch liegt er glatt und lässt sich besser zuschneiden und verarbeiten.
Tipp 7 – Fäden ordentlich abschneiden
Eine kleine, scharfe Schere nur für Näharbeiten sorgt dafür, dass Fäden sauber abgeschnitten werden und nicht ausfransen.
Tipp 8 – Gummibänder leichter einziehen
Wenn ein Gummiband in einen Tunnel eingezogen werden muss, kann eine Sicherheitsnadel am Ende befestigt werden. Damit lässt sich das Band einfacher durch den Stoff führen.
Weitere praktische Tipps für Näh- und Handarbeiten
Tipp 9 – Nadel sicher aufbewahren
Damit Nadeln nicht verloren gehen, können sie in einem kleinen Nadelkissen oder auch in einem Stück Filz aufbewahrt werden. So sind sie geschützt und immer griffbereit.
Tipp 10 – Stoffreste aufheben
Kleine Stoffreste sollten nicht sofort weggeworfen werden. Sie können später noch für kleine Reparaturen, Flicken oder kreative Bastelarbeiten verwendet werden.
Tipp 11 – Saum gleichmäßig nähen
Damit ein Saum gerade wird, kann man ihn vorher mit Stecknadeln fixieren oder leicht vorbügeln. Das Nähen wird dadurch erleichtert und sorgt für ein sauberes Ergebnis.
Tipp 12 – Fadenfarbe richtig wählen
Wenn man sich bei der Fadenfarbe unsicher ist, ist ein etwas dunklerer Ton oft unauffälliger als ein zu heller Faden.
Tipp 13 – Nadeln regelmäßig wechseln
Bei der Nähmaschine sollte die Nadel regelmäßig gewechselt werden. Eine stumpfe oder verbogene Nadel kann den Stoff beschädigen oder unsaubere Nähte verursachen.
Tipp 14 – Knopfloch stabilisieren
Bevor ein Knopfloch genäht wird, kann ein kleines Stück Vlies oder ein zusätzlicher Stoff daruntergelegt werden. Dadurch wird das Knopfloch stabiler.
Tipp 15 – Maßband griffbereit halten
Ein Maßband gehört zu den wichtigsten Hilfsmitteln beim Nähen. Es hilft dabei, Längen genau zu bestimmen und Stoffstücke passend zuzuschneiden.
Tipp 16 – Stecknadeln richtig einsetzen
Stecknadeln sollten möglichst quer zur Naht gesteckt werden. So lassen sie sich während des Nähens leichter entfernen.
Tipp 17 – Kleine Löcher schnell reparieren
Ein kleines Loch im Stoff kann oft mit wenigen Stichen geschlossen werden, bevor es größer wird. Je früher man repariert, desto unauffälliger bleibt die Stelle.
Tipp 18 – Garn ordentlich aufbewahren
Nähgarn lässt sich gut in kleinen Boxen oder Fächern sortieren. So behält man den Überblick über Farben und Garnrollen.
Tipp 19 – Stoff beim Zuschneiden fixieren
Wenn Stoff beim Zuschneiden verrutscht, kann er mit Gewichten oder zusätzlichen Stecknadeln fixiert werden.
Tipp 20 – Geduld beim Nähen
Der vielleicht wichtigste Tipp: Beim Nähen lohnt sich Geduld. Wer sorgfältig arbeitet und sich Zeit nimmt, wird am Ende mit einem besseren Ergebnis belohnt.
Mit diesen kleinen Tipps und Tricks lassen sich viele Näharbeiten einfacher und angenehmer erledigen. Ob kleine Reparaturen im Alltag oder kreative Projekte – mit etwas Übung wächst die Freude an der Handarbeit ganz von selbst.
Viele dieser kleinen Tipps wirken unscheinbar, können aber die Arbeit deutlich erleichtern. Mit etwas Übung und Geduld wird das Nähen schnell zur Routine, und kleine Reparaturen lassen sich ohne großen Aufwand erledigen.
Vielleicht erinnert der eine oder andere Trick sogar an frühere Zeiten, in denen solche Handgriffe ganz selbstverständlich zum Alltag gehörten. Umso schöner ist es, dieses Wissen weiterzugeben und weiterhin zu nutzen.
Sprühe ein wenig Haarspray auf die Finger und reibe den Faden damit ein; er wird etwas fest und lässt sich leichter durchs Nadelöhr führen.
Auswechseln im Nu
Beim Auswechseln eines ausgeleierten Gummibandes befestige das neue Band mit einer Sicherheitsnadel am Ende des alten. Beim Herausziehen wird dann zugleich das neue Band eingezogen.
Ausgefranzte Stoffkante
Mit einem Überwendlingsstich die ausgefranzte Stoffkante umnähen um das weitere Ausfranzen zu verhindern.
Für starke Beanspruchung
Knöpfe, die stark beansprucht werden; nähe sie zweckmäßigerweise mit einem Gummifaden an.
An der richtigen Stelle
Um die Knöpfe exakt an der richtigen Stelle annähen zu können, lege den Verschluss des Kleidungsstückes mit den vorderen Kanten genau aufeinander. Steche durch das vordere Knopflochende eine Stecknadel. Da muss dann der Knopf angenäht werden.
Schnell gefunden
Damit du die passenden Knöpfe bei Bedarf schnell findest, reihe alle zusammen gehörende auf einen Faden und schließe mit einer Schleife.
Perlmuttknöpfe wie neu
Perlmuttknöpfe behalten ihren Glanz, wenn du sie gelegentlich mit farblosem Nagellack bestreichst.
Kein Verheddern mehr
Das Verheddern der Wolle beim Stricken mit unterschiedlichen Farben kann leicht vermieden werden. Gebe die Wollknäuel in eine passende Tüte, durchlöchere sie an mehreren Stellen und ziehe die einzelnen Wollfäden durch die Löcher.
Gummifaden mitlaufen lassen
Bündchen an Taille und Ärmeln dehnen sich nicht aus, wenn man beim Stricken einen feinen farblich passenden Gummifaden mitlaufen lässt.
Aufgezogene Wolle
Aufgezogene Wolle kann man wieder glattbekommen, wenn man sie über ein Brett oder Tablett wickelt und gut anfeuchtet. Anschließend auf dem Brett trocknen lassen. ( Kleine Anmerkung: Bei uns zu Hause war es üblich, dass der Großvater am Abend die Wolle aufzog und sie fest über ein Brett wickelte. Danach besprühte er die aufgewickelte Wolle mit Wasser. Nach dem Trocknen wickelte er die fadengestraffte Wolle ab und daraus wurden runde Knäuel, die aussahen wie kleine Bälle. So konnte die Wolle wieder neu verwertet und verarbeitet werden.)

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