Küchenkräuter-Wie-Was-Wo
Kleine Tipps über Küchenkräuter und ihre Verwendung
In diesem Beitrag Küchenkräuter-Wie-Was-Wo geben wir kleine Tipps über einige Küchenkräuter. Es sind Anregungen zum Aufbewahren und Haltbarmachen, aber auch für ihre Verwendung in der Küche.
Wie sollst du Kräuter aufbewahren?
Was kannst du haltbar machen?
Wozu verwenden wir sie?
Kräuter sind sehr wichtig für unsere Ernährung, geben dem Essen die besondere geschmackliche Note und dienen vor allem unserer Gesundheit.
Inhaltsverzeichnis



Frische Kräuter richtig aufbewahren
Frische Küchenkräuter sind besonders aromatisch, aber auch empfindlich. Damit sie möglichst lange haltbar bleiben, kommt es auf die richtige Lagerung an. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen weichen und festen Kräutern.
Zu den weichen Kräutern gehören beispielsweise Basilikum, Petersilie, Schnittlauch oder Koriander. Diese Kräuter mögen es leicht feucht. Am besten wickelst du sie locker in ein feuchtes Küchenpapier und legst sie anschließend in eine Dose oder einen Gefrierbeutel in das Gemüsefach des Kühlschranks. So bleiben sie mehrere Tage frisch.
Feste Kräuter wie Rosmarin, Thymian oder Salbei sind robuster. Sie können ebenfalls im Kühlschrank aufbewahrt werden, halten sich aber oft auch ohne feuchtes Tuch gut. Manche dieser Kräuter lassen sich sogar wie ein kleiner Blumenstrauß in ein Glas Wasser stellen. Wichtig ist dabei, das Wasser regelmäßig zu wechseln.
Ein kleiner Tipp: Kräuter sollten möglichst erst kurz vor der Verwendung gewaschen werden. Zu viel Feuchtigkeit fördert die Bildung von Schimmel und lässt die Blätter schneller welken.
Kräuter haltbar machen – so gelingt es
Wer einen Garten, Balkon oder eine größere Menge Kräuter gekauft hat, möchte diese oft länger haltbar machen. Dafür gibt es verschiedene Methoden, die je nach Kräuterart unterschiedlich gut geeignet sind.
Trocknen ist eine der ältesten Methoden. Besonders gut geeignet sind feste Kräuter wie Thymian, Oregano, Rosmarin oder Majoran. Binde die Kräuter zu kleinen Bündeln zusammen und hänge sie an einem trockenen, luftigen Ort auf. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, da sie die ätherischen Öle zerstören kann. Nach einigen Tagen bis Wochen sind die Kräuter vollständig getrocknet und können in luftdichten Gläsern aufbewahrt werden.
Einfrieren ist eine sehr einfache und praktische Methode, vor allem für weiche Kräuter wie Petersilie, Dill oder Schnittlauch. Dazu werden die Kräuter gewaschen, gut abgetrocknet und klein geschnitten. Anschließend können sie in Gefrierbeuteln oder kleinen Dosen eingefroren werden. Besonders praktisch ist das Einfrieren in Eiswürfelformen mit etwas Wasser oder Öl. So hat man später kleine Portionen, die direkt in Suppen oder Pfannengerichte gegeben werden können.
Einlegen in Öl oder Essig hier eine Möglichkeit, Kräuter haltbar zu machen. Rosmarin, Thymian oder Knoblauch lassen sich wunderbar in hochwertigem Öl einlegen. Das Öl nimmt dabei das Aroma der Kräuter auf und kann später zum Würzen von Salaten oder zum Braten verwendet werden. Auch Kräuteressig ist eine schöne Idee und eignet sich hervorragend als Geschenk aus der Küche.
Kräuter in der Küche richtig verwenden
Küchenkräuter verleihen vielen Gerichten eine besondere Note und machen Speisen oft erst richtig aromatisch. Dabei lohnt es sich, die Kräuter passend zum Gericht auszuwählen.
Frische Kräuter eignen sich besonders gut zum Verfeinern von Suppen, Salaten und Soßen. Petersilie passt hervorragend zu Kartoffelgerichten, während Dill oft zu Fisch oder Gurkensalat verwendet wird. Schnittlauch ist ein Klassiker auf Brot mit Quark oder Frischkäse.
Mediterrane Kräuter wie Rosmarin, Thymian und Oregano sind ideal für Fleischgerichte, Ofengemüse oder Tomatensoßen. Sie vertragen längere Garzeiten und entfalten ihr Aroma besonders gut beim Mitkochen.
Weiche Kräuter wie Basilikum oder Koriander sollten dagegen erst am Ende der Garzeit hinzugefügt werden. So bleibt ihr frischer Geschmack erhalten und sie verlieren nicht ihre feinen Aromen.
Ein weiterer Tipp: Getrocknete Kräuter sind meist intensiver im Geschmack als frische. Deshalb sollte man bei der Dosierung vorsichtig sein.
Kräuter kreativ einsetzen
Kräuter sind nicht nur zum Würzen von warmen Speisen geeignet. Sie lassen sich auch wunderbar in Getränken und Desserts verwenden. Minze ist zum Beispiel ein Klassiker in erfrischenden Sommergetränken oder Tees. Zitronenmelisse verleiht Wasser oder Limonade eine fruchtige Note.
Auch in Butter oder Frischkäse kommen Kräuter besonders gut zur Geltung. Selbstgemachte Kräuterbutter ist schnell zubereitet und passt hervorragend zu gegrilltem Fleisch oder Gemüse. Dafür werden weiche Butter, fein gehackte Kräuter, etwas Salz und optional Knoblauch miteinander vermischt.
Ein schönes Highlight sind außerdem Kräutersalze. Dazu werden frische Kräuter klein gehackt und mit grobem Salz vermischt. Nach dem Trocknen entsteht ein aromatisches Salz, das sich lange aufbewahren lässt und vielen Gerichten eine besondere Würze verleiht.
Kleine Kräuterkunde für den Alltag
Wer regelmäßig mit Kräutern kocht, entwickelt schnell ein Gefühl dafür, welche Aromen gut zusammenpassen. Dennoch lohnt es sich, neue Kombinationen auszuprobieren. Oft entstehen dabei überraschend leckere Ergebnisse.
Auch der Anbau eigener Kräuter lohnt sich. Selbst auf der Fensterbank lassen sich viele Kräuter problemlos ziehen. Sie sind jederzeit griffbereit und schmecken besonders frisch. Außerdem macht es Freude, die Pflanzen beim Wachsen zu beobachten und bei Bedarf direkt zu ernten.
Küchenkräuter sind aus der modernen Küche kaum wegzudenken. Sie sorgen nicht nur für Geschmack, sondern machen Gerichte auch optisch ansprechend. Mit der richtigen Aufbewahrung, passenden Methoden zum Haltbarmachen und kreativen Ideen zur Verwendung lassen sich Kräuter optimal nutzen und bereichern den Küchenalltag das ganze Jahr über.
Kräuter auf der Fensterbank
Nicht nur im eigenen Garten, auch auf der Fensterbank in der Küche lassen sich die meisten Küchenkräuter ziehen. Voraussetzungen sind allerdings heller Stand, ausreichend frische Luft und gute Pflege.
Am besten roh!
Werden Kräuter mitgekocht, so kann man sie unzerkleinert den Speisen beigeben und vor dem Servieren herausnehmen. Gibt man die Kräuter aber unmittelbar vor dem Servieren roh an die Gerichte, sollten sie zuvor mit dem Küchen-oder Wiegemesser oder mit der Kräutermühle zerkleinert werden. Rohe Kräuter haben auf jeden Fall mehr Nährwerte und Vitamine.
Gartenfrisch aus der Tiefkühltruhe
Will man ganze Kräuter einfrieren, werden sie schnell gewaschen, mit Küchenkrepp getrocknet und in kleine Gefäße oder in geeignete Gefrierbeutel verpackt.
Kräuter in der Eiswürfelschale
Eine Würzmischung nach eigenem Geschmack kannst du dir leicht herstellen, wenn du gehackte Kräuter deiner Wahl in die Eiswürfelschale gibst und mit etwas Wasser einfrierst. Beschriften nicht vergessen!
Vertreibt unerwünschte Düfte
Den unerwünschten Duft von Kohl- und mancherlei Eintopfgerichten verdrängt Kümmel, der dazu noch angenehm würzt. Wer die schwarzen „Körnchen“ nicht im Essen haben will, kann Kümmel auch im Säckchen mitkochen. ( Ideale Säckchen sind die kleinen Teefilterbeutel)
Die vielseitige Petersilie
Petersilie – glatt oder kraus – braucht man täglich, besonders während der vitaminarmen Wintermonate. Sie passt zu fast jedem Gericht. Ist Petersilie mal welk geworden, kann man sie wieder frisch machen, wenn man sie für eine halbe Stunde in heißes Wasser legt.
Bewahrt man Petersilie zum schnellen Verbrauch in einem Glas Wasser auf, dann sollte man dem Wasser einige Tropfen Zitronensaft zusetzen.
Öfter mal erneuern
Getrocknete Kräuter verlieren auch bei Aufbewahrung im gut verschlossenen Glas allmählich an Aroma. Deshalb spätestens nach einem Jahr erneuern.
Mit Salz konservieren
Dill und natürlich auch Petersilie lassen sich Monate aufbewahren, wenn man sie wäscht, fein wiegt, reichlich mit Salz vermischt und in ein verschließbares Gefäß gibt.
Eine bewährte Medizin
Salbei passt nicht nur vorzüglich zu Salaten, zu Fisch, Geflügel und Wild; eine Spülung mit kaltem Salbeitee hilft auch bei Entzündungen der Augenlider.
Fazit
Küchenkräuter sind kleine Alleskönner, die in keiner Küche fehlen sollten. Sie verleihen Speisen nicht nur ein besonderes Aroma, sondern sorgen auch für Abwechslung und Frische auf dem Teller. Mit ein wenig Wissen über die richtige Aufbewahrung und geeignete Methoden zum Haltbarmachen lassen sich Kräuter optimal nutzen und über einen längeren Zeitraum genießen.
Ob frisch geerntet, getrocknet, eingefroren oder in Öl eingelegt – jede Methode hat ihre Vorteile und ermöglicht es, den Geschmack der Kräuter auf unterschiedliche Weise in der Küche einzusetzen. Wer regelmäßig mit Kräutern kocht, entdeckt schnell neue Möglichkeiten, Gerichte zu verfeinern und kreativ zu gestalten.
Besonders schön ist es, eigene Kräuter anzubauen – sei es im Garten, auf dem Balkon oder auf der Fensterbank. So hat man jederzeit frische Zutaten zur Hand und weiß genau, woher sie kommen. Gleichzeitig bringt der Umgang mit Kräutern ein Stück Natur in den Alltag und macht das Kochen noch bewusster und abwechslungsreicher.
CeKaTa Mit ein wenig Experimentierfreude und Neugier lassen sich immer wieder neue Geschmacksrichtungen entdecken. Küchenkräuter sind somit nicht nur eine Bereicherung für die Küche, sondern auch eine Einladung, das Kochen mit allen Sinnen zu genießen.
Wir hoffen, dass wir dir mit dem Beitrag Küchenkräuter-Wie-Was–Wo nützliche Tipps geben konnten. Unsere Kräuterfamilie gibt dir noch mehr Informationen.